Kurze Beschreibung

Beim Design Thinking Speed Run wird in kürzester Zeit mithilfe von Interviews, Zeichnungen und Nutzertest eine Problemlösung designt.

Diese Methode ermöglicht

Design Thinking ist als ganzheitlicher Innovationsansatz in den letzten Jahren populär geworden. Design Thinking heißt, dass in einem iterativen Prozess verschiedene kreative und analytische Methoden vereint werden, um die Entwicklung neuer Ideen und deren Erprobung durch eine Reihe von Prototypen zu ermöglichen. Im Design Thinking Speed Run wir dieser Prozess in kürzester Zeit nachvollzogen.

Kategorien

Ideation, Creation

Material

Papier und Stifte für Notizen

Team

6-12 Personen

Ablauf

2×2 Minuten

Nutzer-Interviews: Lasst euch das Handy eures Gegenübers zeigen und die Nutzung kurz erklären.
Wofür wird es neben Anrufen und Textnachrichten gebraucht – Emails, Kalender, Notizen, Erinnerungen, Fotos, Scanner, Musik, Podcasts, News, ebooks…? Wie ist das Gerät personalisiert – Bildschirmhintergrund, Hülle, Accessoires?
Sucht nach Geschichten, Erinnerungen und Gefühlen im Bezug auf das Handy! Wurde es schon einmal vergessen, verloren, gestohlen oder ist kaputt gegangen? Was hatte das für Emotionen zur Folge? (wechselt nach 2 Minuten)

1 Minute

Fokus definieren: Überlegt – jeweils für euch allein – was eine (überraschende) Erkenntnis war.
Formuliert ein mögliches Problem oder eine Herausforderung, das euer Gegenüber im Bezug auf das Handy hat.

4 Minuten

Ideen finden: Entwickelt jetzt eine Idee, die das Problem eures Gegenübers adressiert.
Storyboard-Prototyping: Erklärt diese Idee durch einen Comic mit 3 Schritten.

2×1 Minute

Testen: Holt euch Feedback zu eurer Idee von eurem Gegenüber ein. Fragt nach, was an der Idee gefällt und inwieweit das Problem gelöst wird. Schafft die Lösung neue Probleme? (wechselt nach 1 Minute)

2 Minuten

Iteration: Reflektiert das Feedback und nehmt Korrekturen und Verbesserungen an eurem Prototyp-Comic vor.

2×1 Minute

Stellt euch gegenseitig die verbesserte Version eurer Lösung vor.

Beispiel

Praxisbeispiel: Ein Nutzer hatte das Problem, dass sein Smartphone eine Softwareaktualisierung durchgeführt hatte und er sich nicht mehr an seine PIN erinnerte, sodass er nicht weiterarbeiten konnte. Das Wichtigste waren ihm seine Notizen, die sein „Ideenspeicher“ waren. Daher konnte man auch im ausgestellten Modus immer auf die Notizen zugreifen und nicht nur auf den Notruf.

Ein Nutzer braucht sein Handy oft beim Laufen (wie weit bin ich schon, wie schnell, etc). Die Armbänder, an denen man die Handys befestigen kann, sind aber unbequem und die Ecken des Handys stoßen bei Bewegung an den Arm. Deshalb wurde ein flaches, biegbares Handy entworfen, dass sich an den Arm anschmiegt und eine eigene super haltende Klebeseite hat, die gleichzeitig über die Haut noch mehr Daten auslesen kann.

Ein Nutzer hat sich gerne Fotos auf seinem Telefon angeschaut. Er hat statt einem Telefon ein VR-Brille bekommen. Damit konnte er in sein Fotoalbum „hineingehen“ und dort die Situationen nochmal erleben.

Quelle

Zukunftsinstitut Workshop GmbH, inspiriert vom HPI, 2017

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